Psychoonkologische Materialien – ein Projekt der SGPO
Die psychoonkologische Arbeit konfrontiert uns immer wieder mit gleichen therapeutischen Themen (Rezidivangst, Sinnsuche, Umgang mit Nebenwirkungen und Schmerzen, Selbstbildveränderung, partnerschaftliche Themen etc.). Die therapeutischen Elemente, die in die Behandlung einfliessen sind oftmals theoretisch sehr breit angesiedelt, reichen von Interventionen aus der Hypnotherapie, Verhaltenstherapie 1. - 3. Generation und Verhaltensmedizin, Gesprächspsychotherapie, Gestalttherapie, psychoanalytisch orientierter Therapie, Körperpsychotherapie u.a.m. Dabei entwickelt wohl jede psychoonkologisch tätige Fachperson einen eigenen Stil und therapeutischen Zugang, der wohl teilweise aus den verschiedenen Schulen entstammt oder selbst entwickelt wird, um mit den jeweiligen Therapiethemen zu arbeiten.
Der Austausch darüber, was in den Therapie- und Beratungssitzungen gemacht wird, bleibt jenseits von Supervisions- und Intervisionssitzungen häufig wenig konkretisiert. Dabei könnte man gerade von konkret dargestellten Interventionen und Austausch von Materialien gegenseitig profitieren. Der Austausch darüber, welche Interventionen bei unterschiedlichen Beratungsthemen zum Einsatz kommen, soll daher verbessert werden und dies ist das primäre Ziel des Projektes.
Ziel: Sammlung von psychoonkologischen Materialien, die anschliessend nach bestimmten thematischen Schwerpunkten gegliedert werden (Bspw. Rezidivangst, Bilanzziehen, Sexualität, Kontakt mit sozialem Umfeld etc.). Die Sammlung kann in der psychoonkologischen Arbeit als Nachschlagewerk und Inspirationsquelle verwendet werden und wird allen Autoren kostenlos zur Verfügung gestellt.
Was ist mit psychoonkologischen Materialien gemeint? Grundsätzlich kann das meiste, was in einem Gespräch stattfindet, als Intervention bezeichnet werden. Für vorliegendes Projekt geht es aber nicht darum, zu beschreiben, wie bspw. eine Anamnese erhoben wird. Vielmehr sollen Interventionen wie konkrete Imaginationsübungen, Arbeitsblätter, Beobachtungsprotokolle etc. gesammelt werden und allen Autoren zugänglich gemacht werden.
Vorgehen:
- Auswahl einer oder idealerweise mehrerer Interventionen, die der Autor/die Autorin gerne oder häufig oder mit Erfolg oder bei bestimmten Themen durchführt.
- Ausfüllen der dafür erstellten elektronischen Vorlage (auf Website der SGPO oder durch email-Versand). Es besteht aber auch die Möglichkeit, nicht elektronisch vorhandenes Material einzusenden, damit dieses entsprechend aufbereitet werden kann.
- Die eingehenden Beiträge werden anschliessend geordnet, ev. nach Rücksprache redigiert und zu einem Band zusammengefasst und/ der online zur Verfügung gestellt.
Bitte senden Sie Ihre Beiträge an:
PD Dr. Judith Alder
Leitende Psychologin
Gyn. Sozialmedizin und Psychosomatik
Universitäts-Frauenklinik Basel
Spitalstrasse 21
4031 Basel
Tel.: 061 265 94 06
Mail: jalder@uhbs.ch
Es gilt das Prinzip: jeder Verfasser erhält die Beiträge aller anderen in aufbereiteter und übersichtlich dargestellter Fassung. Je mehr Teilnehmer also für das Projekt gewonnen werden können, desto reichhaltiger die Sammlung und desto grösser der eigene Lerngewinn und Profit.